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Beraterselektion

Es wird geschätzt, daß Anleger jedes Jahr 20 bis 30 Millarden Euro verlieren. Man kann davon ausgehen, daß der größere Teil dieser Summe allerdings nicht durch Betrug, sondern durch schlechte Beratung verloren geht. In periodischen Abständen berichten Medien über leichtgläubige Anleger und beratende Abzocker. Damit wird häufig eine ganze Branche unter Generalverdacht gestellt. Denn warum sollte man auch über Investmentunternehmen berichten, die einfach einen guten Job machen?

Anleger, die ihre Finanzen optimieren wollen, sollten gründlich nach einem kompetenten Fachmann suchen. Finanzberater darf sich jeder nennen, der Lust dazu hat. Ein paar Euro Anmeldegebühr beim Gewerbeamt – fertig. Eine bestimmte Qualifikation wird nicht verlangt.

Während Banken logischerweise am liebsten die hauseigenen Produkte empfehlen, liegt der Vorteil freier Finanzberater in deren Unabhängigkeit. Nur wenn die Produkte großes Potential versprechen, werden sie in die angebotenen Konzepte integriert. Und genauso problemlos werden sie auch ausgetauscht, wenn diese sich nicht entsprechend entwickeln.

Leider weiss man erst nach Jahren ob man ein gutes Händchen bei der Auswahl seines Finanzberaters hatte. Folgende Fragen helfen Ihnen bei der Auswahl aber bereits im Vorfeld:

Über welche Ausbildung, welches Fachwissen und welche Erfahrung verfügt der Finanzberater?
Ein Finanzberater sollte über eine kaufmännische Ausbildung und mindestens zehn Jahre Berufspraxis verfügen. Häufig entpuppen sich die vermeintlichen Finanz- und Anlageprofis lediglich als versierte Vertriebsprofis, denen es nur auf einen schnellen Abschluss ankommt. Ein Wochenendseminar reicht als Grundlage. Lassen Sie sich Referenzen zeigen!

Handelt es sich um einen unabhängigen Berater?
Ein unabhängiger Finanzberater kann eine Einzelperson, aber auch eine kleine Firma oder ein großes Unternehmen sein. Unabhängige Berater können in der Regel auf eine breite Produktpalette zugreifen und für Anleger so die idealen Produkte auswählen.

Wurde in der Anlageempfehlung die persönliche Situation berücksichtigt?
Ein guter Finanzberater setzt sich eingehend mit Ihren Zielen und Ihrer finanziellen Situation auseinander. Nur so kann er die für Sie am besten geeignete Anlageform ermitteln und einen individuellen Anlageplan erstellen. Mit der richtigen Mischung erzielen Sie ein ausgewogenes Portfolio und verteilen das Risiko auf mehrere Anlageklassen.

Welche Informationen kann der Finanzberater über die Anlageempfehlung geben?
Ein seriöser Finanzberater wird Ihnen gern jede noch so kleine Frage beantworten. Fragen Sie ihn also jedes Mal, wenn Ihnen etwas unklar sein sollte. Es ist wichtig, dass Sie genau verstehen, welches Investment Sie tätigen. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Anlagen sollten Sie genau erörtert und ausführlich erklärt bekommen.

Wie häufig und in welcher Form kontaktiert Sie der Finanzberater?
Ihr Berater sollte immer für Sie Zeit haben. Darum sollten Sie ihn auch zu jeder Zeit erreichen können. Vereinbaren Sie mit ihm genau die Serviceleistungen, die Ihnen wichtig sind. Gibt es separate Ansprechpartner, falls er im Urlaub oder erkrankt ist? Zusätzlich sollten Sie sich regelmäßig über die Anlageentwicklung informieren lassen.

Bietet der Finanzberater Informationsveranstaltungen an?
Infoabende sind die ideale Möglichkeit, ohne Druck allgemeine Informationen zu erhalten. Niemand drängt Sie auf einen Abschluss. Andere Teilnehmer stellen Fragen, auf die man selbst nicht gekommen wäre. Man hat Bedenkzeit. Fragen, die im nachhinein entstehen, klärt man bei einem persönlichem Gespräch mit seinem Berater.

Besitzt das Beratungsunternehmen eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung?
Eine Frage, auf die man nur ein   “Ja”   akzeptieren kann.

Wie wird der Finanzberater vergütet?
Finanzberater arbeiten in der Regel auf Provisionsbasis. Provisionen bergen häufig das Risiko, dass eher die Anlagen mit der höchsten Provision empfohlen werden, als die mit der optimalsten Anlageentwicklung. Nur eine Minderheit der Finanzberater erhebt ein anlageunabhängiges Honorar. Und ein noch kleinerer Teil läßt sich nur dann bezahlen, wenn die Anlage sich auch wirklich positiv entwickelt.